Die Geschichte der Madlower Mühle

 

       
       
       
       
       
       
       
       
       
  Große Mühle Madlow 2006    
 
   
   
 
       
       
29. Juli 1495 Historisch erstmalige Erwähnung der Madlower Mühle: Aufnahme der Produktion.    
  Kurfürst Johann Cicero gestattet der Stadt Cottbus einen Kanal  " über unser mademull zu solchen Iren teichen zu nemen".    
1496 Die Stadt Cottbus kauft die Mühle im folgenden Jahr vom Kurfürsten Johann als "wüste Mühlstatt an der Spree".    
1510 Der Kurfürst von Brandenburg übereignet am 12. 03. die Mühle in Madlow der Stadt Cottbus mit allen Rechten. Dafür zahlt die Stadt jährlich 3 Malter Getreidezins an das Amt, 1 Malter Getreidezins an das Hospital und 1 Malter Getreidezins an den Pfarrer in Madlow.    
1555 Laut Mühlenregal können die Cottbuser Bürger zwischen den kurfürstlichen Stadtmühlen und der  Madlower Magistratsmühle wählen.    
1618-1648 Den 30jährigen Krieg übersteht die Mühle weitestgehend schadlos.    
1665 Es existieren 3 Mahlgänge, 4 Hirsestampfen und eine Schneidemühle - als Mahlgäste werden nur die Madlower Bürger zugelassen.    
um 1690 Der Erneuerung des Grundbaums der Markgrafenmühle (9-10 Zoll erhöht ) verursacht großen Schaden  beim Madlower Ratsmüller.    
1732 Ein neues Mühlenhaus und eine Schneidemühle werden errichtet.    
1765 Graf v. Pückler bewirbt sich ohne Erfolg um die Mühle.    
25. Mai 1771 Mahl- und Schneidemühle werden nebst Grundbesitz an Mühlenmeister Vogel verpachtet: Dieser betreibt unter anderem Wein- und Branntweinausschank. In der Folgezeit heißt das Anwesen " Vogels Große Mühle " oder " Große Mühle Madlow ".    
1781 Vogel erhält per Urkunde vom 15. 10. durch den preußischen König das Wasserrecht.    
  Das Cottbuser Tuchmachergewerk kauft zum Bau einer Walkmühle von Vogel Wohnung, Land und Wasserkraft für jährlich 30 Taler, die Baukosten der dritten Cottbuser Walke betragen rund 1000 Taler.     
1786 Mühlenmeister Vogel erhält 300 Taler als Fördermittel zur Verbesserung der Manufakturen.      
1827 Die Walke wird erweitert, 6 Walk- und Waschlöcher werden eingerichtet.    
1829 Mühlengelände um 1870   Der Cottbuser Tuchfabrikant Kittel baut an der Mühlenspree im Vogelschen Schneidegarten eine Spinn- und Appretur-Fabrik – das heutige Westgebäude.    
um 1840 Unter anderem werden errichtet: eine Ölmühle, eine Getreidereinigungsanlage mit Spitzgang und ein Raspelwerk.    
1844 Die baufällige Walke wird abgerissen und neu in Holzfachwerk durch das Tuchmachergewerk errichtet.    
1868 Familie Vogel kauft die Walke für 6100 Taler und erbaut unter Nutzung der erworbenen Wasserkraft hier eine neue Mahlmühle - das heutige rote Mühlengebäude.    
  Familie Vogel besitzt weiterhin die Markgrafenmühle, die Priormühle und die Spinnerei Gallinchen. (ehemalige Gutsmühle)    
1904 Einbau einer Turbinenanlage    
1908 Die " Große Mühle Madlow " wird zur GmbH: bestehend aus der Getreidemühle mit 50 t Tagesleistung, Ölmühle und Schneidemühle.    
1919 Erweiterung der Schneidemühle     
1925 Aufstockung der Getreidemühle    
1937 Die Gesellschafter August Karow (Stettin) und Dr. Fritz Michaelis  (Cottbus) gründen eine Kommanditgesellschaft. Das Getreidesilo entsteht auf dem Platz der alten Mahlmühle, das Stahlbetonbauwerk faßt 1000 t Getreide.     
16. April 1945 Zerstörte Mühle im April 1945   Bei einem Bombenangriff wird das Mühlengebäude stark beschädigt. Nach Kriegsende wird es für eine Tagesproduktion von 9 t notdürftig wiedererrichtet.    
1951 Enteignung der Gesellschafter, Überführung in "Volkseigentum"    
1965 Rekonstruktionsmaßnahmen, Stillegung der Öl- und Schneidmühle      
1988 Die Tagesleistung beträgt jetzt 75 t.    
1.1.1992 Nach der Wiedervereinigung Deutschlands erfolgt die Kassierung des Urteils von 1951 und die Rückübertragung an die Erben der Gesellschafter. Die Gesellschaft wird jetzt als "Große Mühle Madlow Karow & Co.KG Cottbus " im Handelsregister geführt.     
1995 Nach über 500 Jahren wird der Mühlenbetrieb eingestellt.    
1998 Das gesamte Anwesen wird durch die STG mit ihren Gesellschaftern Dr. Peter Hemmann, Dipl.-Ing. Frank  Hegewald und Dipl.- Ing. Helmut Heelemann gekauft.    
ab 1999 Die STG beginnt mit der Entwicklung und Fertigung von einzelnen Komponenten der STG DeNOx - Technologie im Westgebäude.    
2000 Die STG begeht ihr 10-jähriges Firmenjubiläum auf dem Mühlengelände.    
2002 Startschuss für die umfassende Rekonstruktion des Mühlengebäudes als neuer Produktionsstandort für die STG    
17.4.2003 Das Hauptgebäude, die Rote Mühle, wird feierlich eingeweiht und die Produktion auf allen Etagen aufgenommen.    
1.7.2005 Die STG begeht ihre Feier zum 15jährigen Firmenjubiläum im jetzt rekonstruierten Westgebäude.    
Oktober 2007 M.White Vogel, H.Heelemann (v.l.) Besuch aus Chile: Mauricio White Vogel, ein direkter Nachfahre des alten Mühlenmeisters Vogel, besucht die Große Mühle Madlow.  
  M.White Vogel, H.Heelemann (v.l.)        

 

Die STG dankt herzlich für alle bisherigen Hinweise zur Geschichte der "Großen Mühle".

Haben Sie weitere Anregungen für uns, um die Geschichte der Großen Mühle Madlow zu vervollständigen? - Für Ihre Informationen rund um die Mühle haben wir eine gesonderte E-Mail-Adresse eingerichtet:

muehle@stg-cottbus.de

Getreidesilo u. Mühle 1940er Jahre   Silo und Mühle (verdeckt) 2007
Getreidesilo u. Mühle 1940er Jahre  
Silo und Mühle (verdeckt) 2007

 

Quellen: ehemalige Mitarbeiter und Anwohner, eigenes Archiv, Recherchen sowie

www.heimatverein-cottbus.de

Die Baumaßnahmen im Zuge der Restauration wurden von der Europäischen Union kofinanziert.   Europäische Union
Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

 

 

 

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